Liebe - ein Universalschlüssel
Es gibt 7 Türen und folglich 7 Schlüssel, die zu Glück führen - Dankbarkeit, Freude, Friede, LIEBE, Wahrheit, Freiheit, Einheit. Wenn alle erfüllt und im Gleichgewicht sind, spüren wir reines Glück und Glückseligkeit. In Wahrheit ist aber einer davon ein Universalschlüssel - er öffnet jede Tür und balanciert alle anderen aus. Mit diesem Schlüssel ist es unmöglich nicht glücklich zu sein und dieser Schlüssel ist die LIEBE.
Das Wort hört sich heute fast altmodisch an. Die Menschen belächeln einen fast, wenn man sagt, dass man an die Liebe glaubt und doch hinter vorgehaltener Hand sehnt sich jedes Herz und jeder Mensch danach. Es ist die reine Lebensenergie und wie Albert Einstein, der wahrscheinlich größte Denker, der diese Erde jemals betreten hat, schon gesagt hat - "alles in diesem Universum ist Energie."
Wenn man sich die Zeit nimmt und den Menschen zuhört und in ihre Herzen spürt, dann merkt man recht schnell, dass im Herzen eines jeden Menschen eine Flamme der Liebe brennt. Bei manchen ist es ein loderndes Feuer, dass sind die Menschen, die für etwas brennen und wenn man ihnen begegnet wird man wie magisch von ihnen angezogen und dann gibt es jene - das ist der Großteil - bei welchen die Flamme höher aufflackert, wenn sie von bestimmten Menschen erzählen oder den Dingen, die sie gerne tun. Bei manchen brennt nur ein Flämmchen, zu oft sind sie enttäuscht worden, zu schmerzhaft waren ihre Erfahrungen und doch brennt es.
Warum haben die Menschen Angst vor der Liebe?
Heutzutage reden alle von der Angst vor der Liebe. Die Menschen haben große, starke Mauern um ihre Herzen gebaut. Sie glauben, dass Liebe eine "Mangelware" ist und das wenn sie einem anderen zu viel davon geben, sie selbst zu wenig haben oder zurückbekommen könnten - aber genau das Gegenteil ist der Fall - Liebe kann immer nur aus der Fülle entstehen. Liebe ist wie eine Quelle, ein Fluss, ein Ozean und durch diese Mauern kann sie nicht mehr fließen, sich austauschen, sich verbinden.
Diese Mauern sind aufgebaut vom Ego der Menschen, von der Angst - der Angst zurückgewiesen, ignoriert, verletzt, ausgelacht zu werden, einen Fehler zu machen. Das Ego redet den Menschen ein, dass man sich Liebe verdienen muss, dass wenn man etwas gibt, auch etwas zurückbekommen muss, dass man sich Liebe hart erarbeiten muss und wenn man das auch von außen, den Menschen, den Medien, der Gesellschaft immer wieder zu hören bekommt, dann glaubt man das irgendwann einmal und es wird zu einer selbsterfüllenden Prophezeihung. Umso dicker dieser Mauern werden, umso mehr sperren sich die Menschen von ihrem eigenem Herzen und ihrer eigenen Liebe - zu sich selbst, anderen Menschen und dem Leben - weg. Und dadurch beginnt der Teufelskreis - man ist nicht mehr in der Lage sich zu verbinden und zieht auch Menschen mit einer ähnlich dicken Mauer an und dann prallen ständig Mauer auf Mauer, Ego auf Ego aufeinander. Um die Liebe wieder spüren zu können, ist es daher notwendig diese Mauern abzubauen. Das ist aber ein eigenes Kapitel.
Von Lust und Liebe
Es ist in der Literatur hinreichend bekannt, dass es zwei primäre Motivationsgründe für alles was die Menschen tun gibt: Lust zu empfinden oder Schmerz zu vermeiden und das hat sicherlich seine Berechtigung. Doch ist es wirklich Lust, was die Menschen antreibt? Seine Lust zu befriedigen ist heute leichter als jemals zuvor - es gibt Onlineplattformen und jede Menge kostenpflichtige und freie Angebote und doch sind so viele Menschen unglücklich. Lust ist ein kurzes oberflächliches Gefühl und ihre Befriedung hinterlässt nur ein kurzes Glücksgefühl - es ist fast wie eine Droge, man braucht immer mehr davon, um ein ähnliches Glücksgefühl zu empfinden.
Liebe hingegen ist ein tiefes Gefühl, wahrscheinlich das stärkste, was es auf dieser Welt - wenn nicht in diesem Universum - gibt. Wie schon erwähnt es ist eine Quelle, ein Fluss und es ist eine Energie die in alle Richtungen und Bereiche des Lebens ausstrahlt. Man fühlt sich dankbar, freudig, friedvoll, wahrhaft, frei und in einer Einheit mit allem was einen umgibt. Sie ist viel größer als die Lust und erfasst nicht nur einen Partner, sondern Kinder, Eltern, Freunde, Kollegen, alle Dinge die man hat - mit einem Wort das ganze Leben. Sie ist beständig und bleibt und verschwindet nicht nach ein paar Stunden oder Tagen. Menschen, deren Herz mit Liebe erfüllt ist, strahlen und können Dinge bewegen von denen andere nur träumen. Auch dazu an anderer Stelle mehr.
In Wahrheit wollen Menschen lieben und geliebt werden
Wenn man den Menschen genauer zuhört und etwas tiefer geht, dann erkennt man Recht schnell, das wenig auf dieser Welt passiert, was nicht davon getrieben wird, dass ein Mensch geliebt werden möchte: all die teuren Autos, perfekten Körper, glänzenden SocialMedia-Profile, super Jobs, Kleider,... dienen in Wahrheit nur dazu geliebt zu werden. Ja, sie bereiten auch Freude, aber was nutzt einem diese Freude, wenn man sie mit niemandem teilen kann. Ja, sie führen auch zu Respekt, Anerkennung und Bewunderung, aber wenn man wieder tiefer geht, von wem und warum wollen diese Menschen respektiert, anerkannt und bewundert werden? Das alles ist wertlos, wenn man es nicht von Menschen bekommt, die man selbst liebt und schätzt und die einen auch lieben schätzen, denn sonst ist es im besten Fall einfach nur Neid. Und auch Anerkennung, Respekt und Bewunderung sind in Wahrheit nur einige der unzähligen, wunderbaren Ausdrucksweisen der Liebe. Die Liebe ist also immer im Fluss und wie soll das gehen, wenn die Herzen der Menschen von Mauern umgeben sind? Es ist der wunderbarste Kreislauf, den es auf dieser Welt gibt - leicht, einfach, spielerisch und zauberhaft und alles andere sind Teufelskreise der Egos, deren Kraft, wenn Mauern aufeinander prallen von manchen Menschen fälschlicherweise für die Liebe gehalten werden.
Ich hatte einmal die Gelegenheit ein Gespräch mit einem wunderbaren Mann zu führen, nennen wir ihn Andreas. Andreas hatte alles was man sich vorstellen konnte, er war schön, erfolgreicher Architekt, fuhr ein tolles Auto, speiste in den feinsten Restaurants und die Frauen liefen ihm reihenweise nach. Es mangelte ihm weder an Geld, Gelegenheiten noch Lust.
Irgendwann im Laufe des Abends fragte ich ihn, ob er glücklich sei. Er schaute mich erst mit großen Augen an und sagte dann: "Ich glaube schon". Dann fragte ich ihn, was er denn liebt? Ich spürte, dass er unruhig wurde und sein Herz schneller zu schlagen begann. Er begann leicht zu stottern: "Ich weiß nicht..." und dann fing er sich wieder und sagte: "Eigentlich alle Frauen". Ich lächelte und fragte weiter: "Was würdest du tun, wenn du alles Geld der Welt und keine Restriktionen hättest?". Er schaute mich wieder groß an und sagte leicht verblüfft: "Du stellst vielleicht Fragen". Ich antwortete: Du musst natürlich keine meiner Fragen beantworten. Doch er fuhr fort: "Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht" und nach kurzem Überlegen, "zuerst würde ich mir die Welt anschauen und dann würde ich mir ein kleines Anwesen irgendwo in der Toskana kaufen, mit ein paar Zimmern und einem großen Garten und Gemüse anpflanzen und kochen." "Also liebst du in Wahrheit die Ruhe, die Schönheit der Natur, zu sehen wie Dinge wachsen und gedeihen, um daraus dann etwas noch Schöneres zu erschaffen?", fragte ich nach. "Ja, ich liebe es zu sehen, wie etwas wächst und gedeiht und die Ruhe der Natur, entspannt zu sein,...". Jetzt sah ich wie seine Augen leuchteten und ich spürte die Begeisterung die er ausstrahlte und die Ruhe und Zufriedenheit, die von ihm ausgingen. "Und mit wem würdest du in diesem Anwesen leben und es teilen?", fragte ich weiter. "Mit Anna", sagte er ohne zu überlegen. Und biss sich sofort auf die Zunge: "Wer ist Anna?" fragte ich Überraschung vortäuschend. "Ich weiß gar nicht wie ich jetzt auf sie komme, das war wahrscheinlich nur die Erste, die mir von den vielen eingefallen ist. Sie ist auch etwas sonderbar und meine Freunde finden sie seltsam und so hübsch ist sie dann auch wieder nicht. Vielleicht würde ich lieber mit Claudia oder Vanessa dort sein oder mit allen beiden.", lachte er. "Ja, vielleicht.", lächelte ich.
Als wir uns verabschiedeten, sagte er: "Ich habe irgendwie Lust morgen ins Grüne zu fahren. Willst du vielleicht mitkommen? Meine Freunde interessieren nur teure Restaurants und Orte mit vielen, schönen Frauen." "Das klingt wunderbar, aber ich habe viel zu tun und muss weiter," antworte ich, "und vielleicht fragst du ja Anna," fügte ich lächelnd hinzu.
Andreas ist heute noch immer Architekt, plant und restauriert jetzt aber alte Anwesen. Er lebt mit Anna in einer ruhigen Gartenwohnung am Stadtrand und sie haben dort einen kleinen Gemüsegarten und kochen oft und gerne für ihre Freunde auf der Terrasse. Ihren Urlaub verbringen sie am liebsten in der Toskana und eines Tages werden sie auch dort leben.
Und da war noch Teresa. Sie war eine hübsche, junge, erfolgreiche, vom Leben verwöhnte Frau. Sie hatte große Pläne. Und wenn man sie kannte, war man sich sicher, dass sie alle ihre Pläne erreichen würden. Sie war redegewandt, wortwitzig, charmant und kein Kind von Traurigkeit. Sie schien alles zu haben wovon andere nur träumten. Sie beherrschte auch das vermeintliche "Spiel der Liebe" und es mangelte ihr nie an Verehrern und Liebhabern. Sie lebte die Lust in ihrer ehrlichsten und reinsten Form.
Doch eines Tages, Teresa hatte sich mehr oder weniger zu einer Veranstaltung überreden lassen, sah sie in zwei strahlende, blaue Augen und das war alles was sie sah. Es schien ihr als würden diese Augen direkt in ihr Herz blicken - ihr wurde schwindlig und alles schien sich zu drehen. Sie schob es auf den Alkohol. Sie blieb wie angewurzelt stehen, als diese Augen näher kamen. Sie wollte weglaufen, aber ihr Körper gehorchte ihr nicht mehr. Er fing an mit ihr zu sprechen - sie verstand ihn nicht einmal, er sprach eine Sprache auf der sie höchstens ein Eis bestellen konnte. Doch seine Stimme war wie die reinste Melodie in ihren Ohren. Sie schaute nur und anscheinend hatte er sie wohl gefragt, ob sie tanzen wolle, denn kurz darauf lag sie in seinen Armen und schwebte in irgendeinem Club, in dem sie noch nie zuvor war, mit einem Mann, den sie nie zuvor gesehen hatte über das Parkett. Der Abend verflog und zum Abschied küsste er sie. Sie spürte nur noch Glückseligkeit durch ihren Körper fließen.
Am nächsten Morgen wollten ihre Freundinnen natürlich alles wissen und sie war froh, dass ihr Verstand wieder die Oberhand gewonnen hatte. Sie sagte: "Dieser verdammte Alkohol, hat mir komplett die Sinne vernebelt, ich habe kein Wort verstanden, was er gesagt hat und na ja, es war ein netter Abend und das war's." "Habt ihr denn keine Nummern ausgetauscht?", fragten ihre Freundinnen weiter. "Nein, für was auch - wir werden uns nie mehr wiedersehen - einer von vielen halt." Doch als sie die Worte aussprach spürte sie, dass es nicht wahr war. Irgendetwas war anders als sonst, wann immer sie die Augen schloss sah sie diese Augen, die bis in ihr Herz geblickt hatten und sie roch den Duft und spürte die Leichtigkeit und ihr wurde wieder schwindlig. Es war wohl doch nicht der Alkohol. Dann wurde sie ganz still und flüsterte: "Kann ich nächste Woche wieder mitfahren?"
Als sie die Woche darauf in den Club trat, waren hunderte von Menschen dort, alles war dicht gedrängt und man konnte kaum die eigene Hand vor den Augen sehen, aber es dauerte nur einen Bruchteil von Sekunden und da sah sie wieder diese Augen auf sich zukommen, welche direkt in ihr Herz blicken konnten...
...und der Rest ist Geschichte, eine der schönsten Liebesgeschichten die ich kenne und eine von jenen, wie es sie auf dieser Welt schon immer gab, immer gibt und immer geben wird.
Es war vollkommen egal, dass sie nicht die gleiche Sprache sprachen, dass die zwei so unterschiedlich waren, wie Tag und Nacht, dass viele sagten, so etwas funktioniert nicht, dass die Entfernung so groß war...
... denn in Wahrheit ist das irrelevant und in Wahrheit sind Zeit und Ort relativ!
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