Das Leben ist ein Gefühl
Lebensfreude ist ein Gefühl, dass vollkommen unabhängig von den äußeren Umständen oder anderen Menschen ist. Es ist ein Lebensgefühl, welches, wenn man es einmal in seinem Herzen trägt für immer dort ist und auf alle anderen Menschen und die ganze Welt ausstrahlt. Es ist meine Geschichte, es ist der Blueprint meines Herzen und meiner Seele und ich bin unendlich dankbar, dieses große Geschenk in meinem Herzen zu tragen.
Es ist darum meine Geschichte, weil es das Gefühl ist, welches ich schon immer in meinem Herzen hatte und immer haben werde. Manchmal, wenn mich jemand fragt, warum ich immer so positiv bin, dann antworte ich augenzwinkernd: "Als im Himmel die Lebensfreude verteilt wurde, da bin ich in der ersten Reihe gestanden" oder auch "ich bin wohl als kleines Mädchen, in den Zaubertrank gefallen".
Ich könnte mit Geschichten über Lebensfreude und -gefühl wahrscheinlich Bücher füllen. Es gibt keinen Moment und keine Zeit, wo ich es nicht gefühlt habe. All die wunderbaren Erfahrungen, sinnlichen Eindrücke, Gefühle von Liebe, Glück, innerem Frieden und Freiheit waren immer in meinem Herzen. Und dass ich manchmal - wie ich es scherzhaft nenne - vom Weg abgekommen bin, war mir in Wahrheit immer bewusst, denn ich wusste, dass ich auch abseits vom Weg immer Lebensfreude finden würde.
Rom ist in Wahrheit für mich nur ein Synonym für Lebensfreude. Das Gefühl war schon immer unbewusst in meinem Herzen, es ist nur der Ort, wo es mir bewusst wurde, gefühlt habe ich es an jedem Ort, wo ich war. Die Menschen, die in dieser Geschichte spielen sind stellvertretend für so viele, denen ich begegnet bin. Die Erfahrungen habe ich auch schon davor gemacht. Ich mache sie jeden Tag und nur mit dem Unterschied, dass sie mir jetzt bewusst sind.
Ich liebe den Moment, wo ich in den Flieger steige, die harmonische Hintergrundmusik höre und von einem wunderschönen Alitalia Piloten lächelnd begrüßt werde und am meisten liebe ich den Moment, wo das Flugzeug beschleunigt und ich spüre, dass es auf einmal den Kontakt zum Boden verliert. Ich bin unzählige Male geflogen und doch laufen mir jedes Mal, die Freudentränen über die Wangen - in diesem Moment fühle ich mich immer unendlich frei und leicht, fast schwerelos und wenn ich dann runter schaue und sehe wie klein alles ist, dann ist mit einem Mal, alles worum man sich Sorgen machen könnte, wie weggewischt.
Wenn ich dann aussteige und das erste Mal die römische Luft einatme, dann fühle ich mich zu Hause und angekommen. Daheim bin ich dort, wo meine Wurzeln sind und zu Hause überall dort, wo ich glücklich bin. Man hat mir oft die möglichsten und unmöglichsten Gründe nachgesagt, warum es mich immer und immer wieder dorthin zieht - die Sonne, das gute Essen, die schönen Männer, das dolce far niente - und das mag alles wahr sein, aber es waren wunderbare Begleiterscheinungen, aber nie der Grund. Ich hatte in Wahrheit nie einen genauen Plan, ein paar Eckpunkte vielleicht und auch diese waren situationselastisch. Es waren jedes Mal ganz unterschiedliche Umstände, Sonne und Regen, Winter und Sommer, hippe Roof-top-Bar Partys und Abende auf Parkbänken, mit Menschen, die ich kannte und mit Menschen, die ich gerade erst kennengelernt hatte. Was immer gleich war, war die Freude, die ich in meinem Herzen gespürt habe.
Die Zeit, wo ich alleine war, bin ich durch die Straßen geschlendert und habe hinter jeder Ecke etwas Neues entdeckt. Ich liebe diese kleinen Läden, welche Dinge verkaufen, die man nicht braucht, aber so große Freude bereiten. Das extra biscotti, dass ich immer lächelnd zu meinem Cappuccino gereicht bekomme, der extra Schuss Aperol in meinem Aperitivo, die Menschen, welche sich zu mir setzen und mir ihre wunderbaren Geschichten erzählen, das Lächeln und Augenzwinkern der Menschen, denen ich begegne. Ich liebe diese kleinen Märkte, mit frischem Essen und diese wunderbar duftenden Gewürze. Den einzigartigen Geschmack der appetitlich angerichteten Abendessen und die wohlschmeckenden Focacce, die ich mir mitnehme, wenn ich wieder Mal die Zeit übersehen hatte - welche in dieser Stadt eine ganz andere Dimension hat und tatsächlich relativ ist. Die Stunden, wo ich auf Dachterrassen und in Parks geschrieben habe und so versunken war, als ob es gar nichts auf dieser Welt geben würde, als mich, meinen Block und unendlichen inneren Frieden.
Die Zeit, die ich zu zweit verbracht habe, war immer erfüllt von so wunderbaren Erfahrungen, dass mein Herz vor Lebensfreude übergequollen ist. Die lauen Sommernächte auf Schaukeln, die Vespa-Fahrten, welche nur von Fahrtwind und Lachen erfüllt waren, die Konzerte, welche mein Herz in freudige Schwingung versetzt haben. Die liebevollen Blicke, die inspirierenden Gespräche, die warmen Berührungen, die wunderbaren Lichter, die unzähligen Sonnenauf- und -untergänge, das Parfum, welches in der Luft lag, die Vereinigung von Unterschiedlichkeiten, das Lachen, das Tanzen, die Leichtigkeit und der Duft all der wunderbaren Blumen. Die Magie und der Zauber dieser Stadt ist die Sinnlichkeit der Menschen, in jedem einzelnen Moment und bei allen was sie tun. Es zieht einen wie magisch an und es ist Gott sei Dank unmöglich dagegen Widerstand zu leisten - ich habe es auch nie versucht, denn warum um Himmelswillen sollte man gegen die Schönheit des Lebens Widerstand leisten. Es ist einfach die pure Hingabe an die magische Intensität des Lebens.
Die Zeit, die ich mit vielen Menschen verbracht habe, hat mich mit unendlicher Dankbarkeit und Freude erfüllt und mit Erfahrungen, welche unbezahlbar sind. All die Veranstaltungen, die Menschen organisiert haben, um anderen eine Freude zu machen und die Menschen zu verbinden. Die Verbindungen von so vielen unterschiedlichen Menschen - sie sind gekommen und gegangen und es war wie ein nie enden wollender Fluss. Die Hintereingänge durch die wir gegangen sind, die Türsteher, die uns vorbei gewunken haben. Die erfolgreichen Anwälte, die Künstler, Handwerker und Lebenskünstler, sie alle waren dort eine Einheit. Die Picknicks im Freien auf einer Decke, die Stadtwanderungen, die Museumsbesuche, die Feiern - es war vollkommen egal wo wir waren, alles und alle sprühten immer vor Lebensfreude.
Ich muss nicht alles im Leben verstehen, ich verlasse mich immer auf mein Gefühl, doch manche Geheimnisse offenbaren sich von selbst in einer Art und Weise, dass sie einem dann bewusst werden und man sie in Worte fassen kann. Und es waren zwei Schlüsselerlebnisse, in welchen mir die Geheimnisse der Lebensfreude auch bewusst wurden und mögen sie andere inspirieren und den Funken der Lebensfreude in ihren Herzen wieder entfachen.
Normalerweise flog ich nie im Hochsommer nach Rom, da ich auch meine Heimat liebe - das Lebensgefühl des Sees und die Leichtigkeit der Menschen im Sommer. Doch einmal in einem Sommer, da zog es mein Herz aus unerklärlichen Gründen so stark nach Rom - ich verstand es nicht, denn im Sommer ist die Stadt wie ausgestorben und es ist so heiß, wie in einem Ofen. Aber da ich gelernt habe, immer auf mein Herz zu hören, buchte ich einen Flug. Als ich ankam, wusste ich noch immer nicht, warum ich diesmal gekommen war. Ich setze mich auf die Dachterrasse und fing an zu schreiben, aber was ich schrieb floss nicht, wie sonst und ich legte den Block weg. Dann nahm ich meine Tasche und ging einfach los. Als ich durch die Straßen schlenderte begegnete ich einem Bekannten und er fragte mich, ob ich mit auf ein Fest kommen wollte. Ich freute mich und sagte ja. Das Fest war im weitläufigen Park einer wunderschönen Villa, über den Dächern Roms. Wir tanzten und lachten und ich wirbelte im Tanz durch die Menschen - ich spürte diese intensive, pure Lebensfreude in mir. Ich traf dort weitere Bekannte und amüsierte mich ausgezeichnet. Über uns war nur der Sternenhimmel und ich wünschte, dass die Zeit stillstehen würde. Trotzdem, und für mich unüblich, schaute ich auf mein Handy und sah eine Nachricht: "Komm zurück, ich will dir etwas zeigen." Ich schaute auf die Nachricht und wollte das Handy schon wieder wegstecken, ich hatte nicht die Intention, dieses wunderbare Fest, das Lachen, den Tanz und die Leichtigkeit zu verlassen und nur weil es jemandem gerade einfiel, wieder zurückzukehren. Ich schaute auf die Uhr, es war noch nicht einmal Mitternacht. Dann folgte eine Nachricht: "Bitte!" Und ich spürte auf einmal in meinem Herzen, dass ich gehen sollte. Ich kehrte zurück auf die Tanzfläche und verabschiedete mich, von meinen verdutzen Freunden, mit: "Ich weiß nicht warum, aber ich muss jetzt gehen". Ich winkte ein Taxi runter und war 15 Minuten später zurück auf der Dachterrasse. "Komm mit", hörte ich nur und das tat ich auch. Auf der Dachterrasse gab es einen Ort, der noch höher lag, als der Rest, wo ich noch nie zuvor war und den man nur über eine steile, freihängende Treppe erreichen konnte. Ich habe leichte Höhenangst - er reichte mir die Hand und zog mich mehr oder weniger hoch. Als ich oben angekommen war, war ich sprachlos, es war atemberaubend, dort war ein Whirlpool, Champagner, Bademäntel und der Ausblick war so unglaublich - ich blickte direkt auf den Petersdom, ganz Rom lag uns zu Füssen, die Sterne, die Lichter, die Düfte - es war, als ob ich im Paradies war. "Was hältst du davon? Ich habe die ganzen letzten Wochen daran gearbeitet." Mir stockte der Atem und ich flüsterte: "Mir fehlen die Worte, ich kann es nicht beschreiben, es ist unglaublich." Ich stieg ins Wasser, es war so wunderbar warm und plätscherte beruhigend. Und dann blickte ich zum Petersdom, der vor meinen Augen erstrahlte und dann zum Himmel mit den Millionen von Sternen und dann spürte ich, wie sich die Vergangenheit mit der Gegenwart, die Erde mit dem Himmel verbinden und es schien, als ob sich alle Unterschiedlichkeiten dieser Welt zu einer Einheit verbinden würden, es gab keine Zeit mehr, kein Gestern und kein Morgen. Es war vollkommen egal, wo ich war, wer neben mir war und was um mich herum geschah, mein Herz war eins mit der ganzen Welt. Ich spürte nur noch Liebe zu diesem Leben, zu dieser Welt und den Menschen. Ich weiß heute nicht mehr, wie lange ich dort war, ich hatte jedes Zeitgefühl verloren, es schien wie ein Moment und wie die Ewigkeit. Es ist auch vollkommen irrelevant, denn dieses Gefühl hat mein Herz von diesem Moment an immer erfüllt. Ich hatte verstanden, dass Lebensfreude ein Gefühl ist und dass es durch Verbindungen und im Herzen entsteht und das es für mich der Grund ist, warum ich hierher gekommen bin.
Das zweite Erlebnis, hatte ich nachdem auf dieser Welt ein großer Tumult ausgebrochen war. Ich war eine Zeitlang nicht nach Rom geflogen. Ich bin ein Kind der Freiheit und ich hätte schon Wege gefunden, aber wenn ich ehrlich bin, hatte ich Angst, dass es anders sein würde. Ich brauchte seit jenem Wochenende im Hochsommer auch Rom nicht mehr unbedingt, um diese Lebensfreude zu spüren. Und dann war da eines Tages, wieder diese Stimme in meinem Herzen, die mich nach Rom zog. Ich buchte einen Flug und höre noch heute meine Freunde sagen: "Was machst du, wenn du Probleme bekommst, weil du nicht alle Bedingungen erfüllst?" Ich lachte und antwortete: "Was soll ich dann machen? Dann kehre ich einfach wieder um und es soll wohl nicht sein." Aber natürlich kam ich glückselig in Rom an. Und auch wenn sich die Stadt und die Menschen äußerlich verändert hatten, mir rannen in unzähligen Momenten die Freudentränen über die Wangen, denn das Lebensgefühl war das gleiche. Ich musste lächeln, welche Lösungen, die Menschen gefunden hatten - in ihren Worten lagen noch Angst und Schrecken, doch in ihren Herzen spürte ich die bedingungslose Liebe zum Leben.
Als ich mich frisch gemacht hatte, ging ich auf die Dachterrasse und die Stadt hatte sich in ein wunderbares Farbenspiel verwandelt - die tiefstehende orange Sonne tauchte alles in ein weiches, fast mystisches Licht. Ich hatte geplant zu schreiben, aber es war so schön, dass ich es einfach nur genießen wollte. Also legte ich Block und Tablet (zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch schon die Vorteile des Online-Arbeitens erkannt) zur Seite und genoss einfach nur diesen wunderbaren Moment. Ich war so versunken, dass ich erschreckt hochfuhr, als mir jemand einen Aperol hinstellte. "Geht aufs Haus", lächelte mich der Inhaber an. Ich lächelte dankbar zurück. Uns verbanden viele Jahre, viele inspirierende Gespräche und wunderbare Momente. Ich schätze ihn von ganzem Herzen, da er seinen Traum mit großer Leidenschaft verfolgt und dieses einzigartige Hotel, in welchem ich mich immer zu Hause fühle, mit Hingabe und Liebe zum Detail führt. Er setzte sich zu mir und erzählte mir, wie es ihm ergangen war, wie schwierig die Zeiten waren und wieviel Angst er hatte, seinen Traum aufgeben zu müssen. Ich hörte voller Mitgefühl zu und es erfüllte mein Herz kurz mit Traurigkeit, wie immer wenn ich sehe, dass jemand einen Traum verlieren könnte. Doch dann sagte er: "Weißt du, jetzt werde ich alles wieder aufbauen - schöner als jemals zuvor". Und da sah ich wieder das Feuer in seinen Augen und ich antwortete: "Ja, das wirst du. Alles andere hätte ich dir nicht geglaubt". Dieses Gespräch hat mich tief berührt, es hat mich mitgerissen, ich spürte die Aufbruchstimmung, ich spürte den Willen alles zu geben und sich von einer Krise nicht in die Knie zwingen zu lassen und ich spürte, dass es ein Herzensprojekt braucht und etwas wofür man brennt, um im Leben glücklich zu sein.
Und während ich noch darüber nachsann und meinen Gedanken freien Lauf ließ, bekam ich eine Nachricht und den Vorschlag auf ein Getränk zu gehen und ich war mehr als erfreut, wie wunderbar sich die Dinge ergaben. Ich warf die wichtigsten Dinge in meine Handtasche und lief runter. "Schön dich zu sehen", sagte ich freudestrahlend. "Willst du mit der Vespa wohin fahren? Ich kenne da einen schönen Ort"... ich war begeistert, es war lange Zeit her, dass ich zuletzt mit einer Vespa durch Rom gefahren bin - mitgefahren, um genau zu sein, denn selbst fahren traue ich mich dort nicht. Und dann fuhren wir los und ich war einfach nur glücklich, der warme Fahrtwind, mein Sommerkleid, dass im Wind flatterte, das Lachen, die Wärme und Nähe, die vielen Lichter - es verband sich alles zu einem einzigartigen Gefühl der Glückseligkeit - ich fühlte mich einfach glücklich und frei. Der Ort, wo wir hinfuhren, war wohl einer der sieben Hügel Roms. Es war atemberaubend, die Stadt, die zu unseren Füßen lag, hatte sich jetzt in violettes Licht gefärbt und alles roch nach Jasmin. Ich lachte und freute mich, die glücklichen Gesichter der Menschen zu sehen und dass sie ihre Leichtigkeit nicht verloren hatten. Es fühlte sich alles so leicht an. Und obwohl die Welt sich äußerlich verändert hatte, spürte ich die Lebensfreude in den Herzen der Menschen und es durchströmte mich eine liebevolle Welle der Dankbarkeit.
Und da wurde mir plötzlich klar, dass sowohl die Lebensfreude als auch die Freiheit ein Gefühl sind, vollkommen unabhängig von Zeit, Ort, den äußeren Umständen oder anderen Menschen, dass die Welt in tausend Farben und Lichter strahlt, dass die Freiheit immer dort ist, wo man glücklich ist und dass das Leben nach Jasmin duftet.
In meinem Herzen verbanden sich in diesem Moment die Liebe, die Lebensfreude und die Freiheit zu einer untrennbaren Einheit.
Ich begegnete so vielen Menschen, die mich berührten, es würde wie gesagt, Bücher füllen. Haydee, die von der anderen Seite der Welt gekommen war und die einen großen Traum und die Gabe hatte, meine Haare so zum Glänzen zu bringen, dass sie danach alle nach mir umdrehten. Die alte Dame - Rosalia, die 30 Jahre jünger aussah und entgegen der Meinung vom Pfarrer einen jungen "Toro" geheiratet hatte. Und insbesondere die Straßenhändlerin, der ich viele Armbänder abkaufte, während sie die kleine Salela an der Hand hielt, deren Haut so dunkel war, wie ihre Augen. Als sie mich mit diesen großen, dunklen Augen ansah, da spiegelte sich darin mein Gesicht und eine große Vision und als diese Augen zu strahlen begannen wie die Sonne, als ich ihr meinen Ring geschenkt hatte, da konnte ich nicht anders als dieses wunderbare Menschenkind zu umarmen und ihr ins Ohr zu flüstern: "Ich verspreche dir, auch du wirst glücklich und frei sein, kleine, liebevolle, wunderschöne Salela."
Was ich von Hadyee über das Strahlen der Haare und Herzen gelernt habe und warum ich dank Rosalia erkannte, dass es entgegen der Meinung von anderen und unabhängig vom biologischen Alter, mehr Lebensfreude bringt einen "jungen toro" anstatt einen "alten Ochsen" zu heiraten; was ich in den hilfesuchenden Augen von Salelas Mutter erkannte und die freudestrahlenden Salelas widerspiegelten, welch kraftvolle Verbindung ich eingegangen bin, als ich den Ring von meinem Finger zog und ihn in die kleine dunkle Hand Salelas legte und warum ich ihr ohne zu zögern, ein großes Versprechen gegeben habe - das sind alles eigene wunderbare Geschichten.
Ich erinnere mich, wie ich zurückkam und alle fragten, wie es war. Da drehte ich mich mit ausgestreckten Armen, wie ein Kreisel im Kreis, mit meinem wunderschönen, neuen Kleid und den glänzenden Haaren, die sich beide im Wind drehten und sagte lächelnd: "Ich fühle mich so unendlich glücklich, lebendig und frei". Niemand hielt mich für verrückt - sie spürten, dass es einfach wahr ist.
Dieses Gefühl der Einheit ist immer in meinem Herzen. Es ist vollkommen egal, wie die Umstände sind, was andere Menschen tun oder ob die Sonne scheint, es regnet oder schneit. Ich habe in meiner Badewanne, gefüllt mit duftendem Schaum und flackerndem Kerzenlicht, das gleiche Gefühl, wie in einem Whirlpool in Rom auf einer Dachterrasse. Es ist unabhängig davon, ob ich alleine, zu zweit oder in einer großen Runde bin. Es ist unabhängig davon, wer neben, über oder unter mir ist. Es ist unabhängig davon, dass manche Menschen glauben, durch künstliche Tumulte, Trennung der Menschen, Angst, Verunsicherung und Abstand, einen eigenen Vorteil zu haben und dadurch glücklich zu werden. Es ist unabhängig davon, ob manche glauben, Liebe, Lebensfreude und Freiheit an Bedingungen knüpfen zu können. Es sind ihre Geschichten und das Lebensgefühl ihrer Herzen.
Und wenn mich heute jemand fragt: "Hast du keine Angst?", dann kann ich darüber nur lachen und antworte: "Nur ein Narr kann glauben, dass die Sonne nicht mehr da ist, nur weil man die Augen schließt - ihre Wärme spürt man trotzdem, die warme Luft atmet man trotzdem und die Leichtigkeit im Herzen fühlt man trotzdem."
GRAZIE ROMA, für alles was ich dort gelernt, erkannt und mitgenommen habe, für die wunderbaren Menschen, die mich begleitet, beflügelt und inspiriert haben, für die großen Träume, Ideen und Gefühle, die dort geboren wurden, für die atemberaubenden Erfahrungen, für die Farben, Düfte, Wärme, Nähe und strahlenden Lichter. Oder einfach gesagt, für die Liebe, Lebensfreude und Freiheit, die sich dort in meinem Herzen für immer vereint haben.