Göttinnen lieben Helden

Beziehungen sollen uns bereichern, glücklich machen, inspirieren, wachsen lassen, uns zum Strahlen bringen und das Beste aus uns zum Vorschein bringen. Warum ist das aber nicht immer so? Warum machen uns manche dann aber klein, wütend, traurig, erschöpft und bringen vorrangig unsere "negativen" Seiten zum Vorschein? Um das zu verändern, ist es hilfreich sich ein paar grundlegende Dinge anzusehen.

Ich persönlich halte nichts davon Menschen in Schubladen zu stecken oder mit Labels zu versehen. Daher möchte ich voraus schicken, dass es sich bei dem folgenden Artikel nur um eine Hilfestellung handelt, um deine eigenen Gefühle besser einordnen zu können. Ich glaube, dass in jedem Mann ein Held steckt, einfach nur in unterschiedlichen Wachstumsphasen. Menschen wachsen und können sich ändern, wenn sie das wollen, aber und das ist das Wichtige: Das können sie nur selbst und aus freien Willen tun. Die Frage, die wir uns stellen können ist: Wieviel deiner Energie willst du dafür aufwenden zu warten, in einer unglücklichen Beziehung zu verharren und dich darüber zu ärgern, dass du jemanden nicht ändern kannst und wieviel davon dafür glücklich zu sein, zu lachen und die Leichtigkeit wunderbarer Beziehungen zu genießen?

Zum leichteren Verständnis kann man 4 Arten von Männern unterscheiden - unserem Verstand fällt es leichter Dinge zu verstehen, wenn wir sie einordnen können. Es gibt natürlich unzählige Mischtypen und jemand kann in der Arbeit ein Held und in Beziehungen ein Opfer sein und umgekehrt. Wenn du auf dein Herz hörst, dann wirst du alles wissen, was dir wichtig ist und du kannst eine freie und klare Entscheidung treffen.

Dann lass uns beginnen auf dieser wunderbaren Reise zu deinem eigenen Herzen: Wir ziehen Männer an, welche auf einer ähnlichen Frequenz und Wellenlänge wie unsere eigenen Herzen schwingen. Das ist der Grund, warum wir manchmal mit dem Verstand glauben, jemand würde gut zu uns passen - im Herzen spüren wir aber - wenn wir zu uns selbst ehrlich sind - dass es nicht so ist oder umgekehrt, du fühlst dich zu jemandem hinzogen, wo dein Verstand dir das Gegenteil sagt. Und ja, es unterliegt unserem freien Willen, das jederzeit zu ändern, dafür reicht es die eigene Frequenz und Schwingung zu erhöhen und auf der Frequenz einer Göttin zu strahlen. 


Dann schauen wir uns einmal die 4 Typen an und das Wichtigste, welches Gefühl sie in uns auslösen, der Fokus liegt in diesem Beitrag auf Beziehungen, da es sonst den Rahmen sprengen würde: 

Das Opfer

Fühlen sich vom Leben benachteiligt und suchen die Schuld in den Umständen und bei anderen Menschen. Ihr Fokus liegt auf Problemen anstatt auf Lösungen. Sie wissen nicht, was sie wollen. Ihre Meinung schwankt hin und her und sie wollen auch nichts ändern. Wir ziehen sie an, wenn wir uns selbst als Opfer der Umstände oder anderer Menschen fühlen.
Verhalten: passiv, lethargisch, warten, dass sie jemand rettet, setzen keine Handlungen, ihnen ist alles egal, jammern und warten auf bessere Zeiten, hoffen, dass du ihre Probleme löst, wenn du eine Lösung vorschlägst ist sie ihnen zu schwer und aufwändig, haben keine Eigeninitiative, wenn du etwas vorschlägst oder organisierst, sind sie gerne dabei...
Wie du dich fühlst: du empfindest Mitleid, möchtest ihnen helfen und bist frustriert, weil es dir nicht gelingt, eventuell löst es Mutterinstinkte aus, aufgrund der gefühlten Hilfslosigkeit, die würdest ihnen am liebsten über den Kopf streicheln und sagen, dass alles gut wird. Vielleicht löst es auch Wut in dir aus, dass du ihn am liebsten anschreien würdest, dass er was tun soll. Vielleicht löst es gar nichts in dir aus und du hörst dir, wenn du nichts besseres zu tun hast, die Geschichten einfach an. Im besten Fall löst es freundschaftliche Gefühle in dir aus. Auf jeden Fall spürst du keine (sexuelle) Anziehung.
Was du tun kannst: diese Menschen sind oft wunderbare Freunde. Wenn du deine eigenen Gefühle klar und ehrlich kommunizierst, können diese Menschen von deiner positiven Energie profitieren. Sie sind sehr oft dankbar, einen anderen Blickwinkel zu bekommen und viele sind auch bereit zu lernen und zu wachsen und auch in ihnen steckt das Potential zum Helden.

Blender / Egoisten

Im Gegensatz zu Opfern und Helden im Wachstum, wissen sie ganz genau was sie tun. Sie verfügen meist über einen klaren Verstand, Charme und können gut kommunizieren. Sie kommen oft als sehr sensibel und gefühlsvoll rüber - allerdings nur was ihre eigenen Gefühle betrifft. Es mangelt ihnen an Empathie. Sie haben oft mehrere "Opfer", denn sie sind von ihnen abhängig. Sie reiten auf den negativen Gefühlen ihrer Mitmenschen, umso schlechter es ihnen geht, umso besser fühlen sie sich selbst. Wenn man sie mit ihrem Verhalten konfrontiert, werden sie böse und beleidigt und versuchen die Schuld ihrem Gegenüber zu geben oder spielen die Opferrolle. Wenn man ihnen sagt, wie man sich fühlt, ignorieren sie es oder lachen darüber - sie suchen keine Lösungen.
Verhalten: stark schwankend, je nachdem was sie gerade brauchen, unverbindlich, kurzfristig bemüht, wenn sie merken, dass ein Opfer von der Schippe springen könnte, reden viel - setzen aber nichts um, reden deine eigenen Träume klein, unterstützen nur, wenn sie selbst einen Vorteil haben, halten ihr Wort nicht und finden tausend Ausreden, lügen und manipulieren, machen Vorwürfe, dass man auf ihre Gefühle keine Rücksicht nimmt, geben sich oft als Helden aus, ihre Erzählungen lösen sich aber meistens in heiße Luft auf.
Wie du dich fühlst: manchmal fühlst du dich in ihrer Gegenwart sehr wohl, meistens aber voller Zweifel und unsicher, du fühlst dich schwer und deine Energie fokussiert sich nicht mehr auf dich selbst und deine Träume. Du hast oft ein schlechtes Gewissen, weil sie dir das Gefühl geben ihre Gefühle verletzt zu haben. Wartend und du hast oft das Gefühl deine Zeit zu verschwenden. Das gefährliche daran ist, dass man sich manchmal gut fühlt, eine sexuelle Anziehung vorhanden ist und diese Beziehungen ein Suchtpotential entwickeln können. Es ist deine freie Entscheidung dort zu bleiben, aber mache dir nur etwas bewusst: wenn du dich überwiegend schlecht fühlst, dann basiert das nie und unter keinen Umständen auf Liebe, sondern auf Angst, Mangel und Abhängigkeit.
Was du tun kannst: renn so schnell du kannst und lass das Gefühl los, ihnen helfen zu wollen - das können sie nur selbst und unter Anleitung von Expert:innen, wenn sie das selbst wollen. Sie werden dich sonst mit in den Abgrund und in eine Spirale negativer Gefühle reißen. Fokussiere dich auf dich selbst, kümmere dich darum, dass du glücklich bist, lache, tanze, arbeite an deinen Träumen, Visionen und Zielen, triff dich mit Menschen, die dich beflügeln. Wenn deine Frequenz und Energie wieder hoch sind, werden sie von alleine aus deinem Leben verschwinden und du wirst dich fragen, was du jemals an ihnen gefunden hast.

Helden im Wachstum

Sie haben viele Stärken, sind mutig, tatkräftig und  

lösungsorientiert. Sie sehen ein paar ihrer Schwächen noch als "Fehler". Sie sind empathisch, haben aber nicht immer Zugang zu ihren eigenen Gefühlen. Sie versuchen die Gefühle der anderen zu verstehen, wirken dabei aber manchmal unbeholfen oder können sie einfach nicht fassen. Sie geben ihr Bestes und arbeiten laufend daran besser zu werden. Sie konzentrieren sich auf ihre Stärken und arbeiten daran ihre selbst definierten "Schwächen" zu verbessern. Wenn sie sehen, dass es jemandem anderen schlecht geht, versuchen sie es mit dem Verstand zu lösen. Sie wissen die Richtung und was sie im Leben erreichen wollen. Feedback sehen sie als Impuls zu Wachstum, denken in Ruhe über alternative Lösungsmöglichkeiten nach und setzen diese dann um.
Verhalten: sie setzen ihre Ideen um, auch wenn sie manchmal nicht genau wissen, wie. Sie halten ihre Versprechen, wenn nicht, haben sie es wirklich vergessen. Der große Unterschied zu Egoisten / Blendern ist der, dass wenn man sie auf etwas anspricht, sie eine alternative Lösung finden. Wenn sie einen "Fehler" machen, übernehmen sie dafür die Verantwortung und lösen das Problem. Wenn du über deine Gefühle sprichst, wissen sie oft nicht was sie sagen sollen und versuchen, dass Problem mit dem Verstand zu lösen. Sie handeln immer aus guten Intentionen und bemühen sich, dass es den Menschen in ihrem Umfeld gut geht.
Wie du dich fühlst: zum Großteil der Zeit sehr wohl, sicher, geborgen, glücklich. Du weißt, dass du dich auf ihn verlassen kannst, die Energie fließt harmonisch und positive Energie und Anziehung sind in Fülle vorhanden. Du spürst, dass deine Ideen, Träume und Ziele geschätzt und unterstützt werden. Du fühlst dich frei, ehrlich und klar zu kommunizieren. Und nur manchmal könntest du ihn auf den Mond schießen, weil er nichts zu verstehen scheint und dich auf die Palme bringt. Du ärgerst dich, wie er die Dinge löst oder dass er die ganze Zeit Lösungen sucht, anstatt dir zuzuhören. Das sind nur kleine Gewitter, die dadurch entstehen, dass es für ein Problem viele Lösungen gibt, aber man selbst eine ganz bestimmte im Kopf hat. Das Wichtigste ist: du fühlst dich immer geliebt und geschätzt und selbst in einem Gewitter stellst du nie die Beziehung in Frage.
Was du tun kannst: Kommuniziere klar und ehrlich, was du willst und wie du dich fühlst - ohne Druck, Vorwürfe und Zwang. Sei offen für alternative Lösungen, du kannst dabei sehr viele neue wunderbare Dinge erfahren. Bleib deinem eigenen Weg und Werten treu und mache auch Dinge für dich alleine, um deine Energie hoch zu halten. Lass hin und wieder den Lösungen Zeit sich zu entwickeln - du hast alle Zeit der Welt, denn du bist glücklich.

Helden

Sie haben große Ziele und Visionen, für sich selbst und für die Welt. Sie haben viele ihrer Ziele schon erreicht. Sie wissen klar was sie wollen und von Hindernissen lassen sie sich nicht aufhalten. Ihre Ziele und Visionen können so unterschiedlich sein, wie die Helden selbst und egal ob es, die Welt retten oder Schafe züchten oder beides ist, sie werden es erreichen. Ihr Verstand ist glasklar und in dem Bereich, der ihnen wichtig ist, lernen sie alles was sie brauchen und wissen müssen. Sie haben ihre eigene Meinung und stehen dazu. Sie begegnen den Menschen unabhängig ihrer Herkunft, Ansichten und Ziele auf Augenhöhe. Sie sind Führer auf dem Gebiet, dem sie ihr Herz verschrieben haben. Sie handeln immer aus den besten Intentionen für die anderen, die Welt und auch sich selbst. Sie besitzen Empathie und sie ziehen Menschen an. Sie haben keine Angst, sind frei, unabhängig, liebevoll und verbindend. Sie respektieren die Menschen, handeln dabei aber nie unterwürfig oder in vorauseilendem Gehorsam. Sie verlassen sich auf ihr eigenes Urteil und stehen auf, wenn sie Ungerechtigkeit sehen.


Verhalten: sie verhalten sich respekt- und liebevoll, akzeptieren andere Meinungen, es ist inspirierend mit ihnen zu diskutieren, da man viele neue Impulse bekommt, es ist egal, wenn man eine andere Meinung hat, sie finden immer das Verbindende, sie wissen, was sie wollen und ihre Ziele sind jedem klar. Sie kommunizieren ehrlich, wertschätzend, logisch und klar. Sie sprühen vor Ideen und überraschen dich immer wieder, sie sind kurzweilig, organisiert und humorvoll. Ihre Versprechen sind in Stein gemeißelt.

Wie du dich fühlst: glückselig, harmonisch, erfüllt und alles rund um dich schwingt in Harmonie. Es ist alles im Fluss. Man fühlt sich auf einer Wellenlänge auch ohne Worte, der Verstand kann es oft nicht fassen, doch du spürst es tief in deinem Herzen, es gibt keinen Widerstand. Du fühlst dich verbunden auf allen Ebenen - unabhängig von Raum und Zeit. Du fühlst dich frei und blühst auf. Du fühlst dich getragen, sicher, geliebt und alle deine Träume verbinden sich zu einer Einheit. Wenn du einen Helden anziehst, hast du nicht eine einzige Sekunde einen einzigen Zweifel.

Was du tun kannst: einfach nur du selbst sein und im Einklang mit deinen Werten, Träumen und Zielen leben. Du kannst deine eigene Energie und Frequenz erhöhen - du wirst immer Menschen anziehen, die mit dir auf einer Wellenlänge und Frequenz sind. Auf welcher Frequenz du dich wohl fühlst, hängt nur von dir selbst ab - wenn du auf der Frequenz der Sicherheit glücklich bist, dann wirst du einen Helden anziehen, der Sicherheit schon erreicht hat. Wenn du auf der Frequenz der Lebensfreude schwingst, dann einen Helden, dessen eigenes Ziel es ist die Menschen zum Lachen zu bringen. Es ist vollkommen egal, was andere sagen, diese Entscheidung kannst du nur ehrlich und für dich selbst treffen und ich verspreche, du wirst es in deinem Herzen spüren.

Wie gesagt, es ist ein Schema, um Dinge in einem ersten Schritt mit dem Verstand zu erfassen. Beziehungen sind aber Verbindungen auf der (oft unterbewussten) Gefühlsebene - es ist nicht möglich sie mit dem Verstand zu beeinflussen - daraus entstehen im besten Fall Zweckbeziehungen, aber keine die dich tief in deinem Herzen glücklich machen würde. Du kannst auch niemanden anderen verändern und es wird auch niemand kommen und dich glücklich machen. Manchmal fühlt es sich kurzfristig an, als ob wir jemanden verändern könnten und wenn uns das mit Druck, Zwang oder Manipulation zu gelingen scheint, dann ist die Energie, die du dafür aufwenden musst, um dieses Lügengerüst aufrecht zu erhalten, sehr sehr hoch und es ist mit dem Fortschreiten der Zeit ein immer höherer Energieaufwand notwendig, um diesen Zustand aufrecht zu erhalten - es ist negative Energie, sie wird dich nicht glücklich machen.

Ist es daher nicht sinnvoller - all deine positive Energie dafür zu verwenden, dass du glücklich bist oder anders ausgedrückt, auf einer besseren Wellenlänge oder höheren Frequenz? Es ist deine eigene Entscheidung aus freiem Willen und wenn du sie getroffen hast und nur beim Wie nicht weiter weißt, gibt es dafür viele, viele Möglichkeiten.

Ach ja und Göttinnen schwingen auf der höchsten Frequenz, die in diesem Universum bekannt ist - die Frequenz der Liebe.



Wenn Menschen mir erzählen, wie unglücklich sie in ihren Beziehungen sind, dann macht mich das oft traurig und wenn ich ihnen sage, dass das nicht notwendig ist, dann werden sie manchmal böse mit mir - ich spüre ihre Wut. Sie sagen: du hast leicht reden und deine wunderbare Sonnenscheinwelt, die gibt es nicht in echt. Ich höre dann meist einfach nur zu und die Frage, die ich dann stelle ist: Warst du jemals so verliebt, dass du vor Glückseligkeit, die Welt umarmen hättest können? Und die Antwort ist immer: JA. Und dann folgt meistens etwas wie: aber das ist schon lange her, danach wurde ich verlassen und war unglücklicher als vorher, mein Herz wurde gebrochen, die Liebe tut weh... Und wenn sie es hören wollen, dann erzähle ich meine Geschichte aus der Sonnenscheinwelt und von meiner Reise in die Schattenwelt...

Ich habe in meinem Leben meinen Fokus immer auf die schönen Dinge gerichtet, wie wunderbar diese Welt ist, wie glücklich ich mich schätzen kann hier zu sein und wie sehr ich das Leben und die Menschen liebe. Ich hatte es damals nicht verstanden und es war mir auch nicht bewusst, aber meine Energie war positiv und liebevoll. Und so waren meine Erfahrungen in Beziehungen sehr, sehr positiv. Meine erste große Liebe war ein Held wie er im Bilderbuch steht. Wir waren von außen betrachtet ein Paar wie es unterschiedlicher nicht sein hätte können und viele haben mir gesagt, das funktioniert niemals. Egal was sie sagten, es berührte mich nicht, ich spürte nur eine unglaubliche Verbindung und Anziehung - ich war so glücklich, wir waren so glücklich. Dann sagten sie mir, das ist nur am Anfang so, dann wirst du schon noch sehen... der Anfang dauerte über zehn Jahre und ich war durchgehend glücklich, alles was ich im Leben anging war von Erfolg gekrönt, es war alles im Fluss - ich kannte keine andere Welt, es war meine Welt, unsere Welt. Und ja, wir haben uns manchmal gestritten, aber selbst in diesen Momenten fühlte ich mich geliebt und glücklich - es ging nur um unwichtige Dinge des Alltags. Wir lebten je nach Status unserer eigenen Träume und Ziele zusammen oder tausende Kilometer entfernt - an der Anziehung hat es nie etwas geändert, ganz im Gegenteil, sie wurde über die Jahre stärker, vertrauter und noch größer. Ich kann mich erinnern, als mich einmal jemand fragte, ob ich mir nicht hin und wieder vorstelle, wie es mit jemand anderem wäre. Ich schaute ihn so entgeistert an, als ob er mich gefragt hätte, ob ich glaube, dass die Welt eine Scheibe ist und ich antwortete aus tiefsten Herzen: Nein, warum ich sollte ich das tun? Und ich konnte nicht nachvollziehen, wie jemand überhaupt auf so eine Idee kommen konnte. Wir haben die Beziehung aus freiem Willen und auf einer gemeinsamen Entscheidung einvernehmlich aufgelöst - ohne Drama. Wir haben einfach nur gespürt, dass wir jeder noch eine andere Aufgabe zu erfüllen haben. Die Wertschätzung, als eine Form der Liebe, verbindet uns aber in alle Ewigkeit.

Danach lernte ich viele Helden kennen. Ich hatte mein "eigenes System" und wieder sagten mir viele, dass mich das nicht glücklich machen würde. Aber ich war sehr glücklich und die Helden auch. Da lernte ich, dass es nicht zwingend von einer Person abhängt glücklich zu sein. Das Thema und die Zusammenhänge der Liebe begannen mich immer mehr zu interessieren. Ich las viel darüber und ich hörte viele, viele Geschichten. Ich fragte immer wieder neugierig nach und ich begann auch Menschen kennenzulernen, die ich im obigem Schema - in keinster Weise bösartig - als Opfer, Egoisten/Blender bezeichnet habe. Ich habe auch mit ihnen Zeit verbracht und die Menschen begannen mich zu fragen, was ich denn von denen will und das ich mir die Finger verbrennen würde. Es war aber in Wahrheit irrelevant, dass ich mit ihnen Zeit verbrachte, ich war trotzdem glücklich - sie waren manchmal da und manchmal nicht. Ich genoss die Zeit mit ihnen und sonst genoss ich mein eigenes Leben. Da habe ich gelernt, dass mein eigenes Glück nur von mir selbst abhängt. Ich lebte noch immer in der Sonnenscheinwelt.

Das Thema ließ mich aber nicht mehr los - die Menschen erzählten mir ihre traurigen "Liebes"geschichten und ich versuchte es zu verstehen, ich konnte ihnen aber nicht helfen - es war für mich einfach nicht nachvollziehbar. So sehr mein Verstand auch nach Erklärungen und Lösungen suchte, es gelang mir nicht zu verstehen, wie man nicht sehen konnte, dass man in einem Gefängnis lebt und meine wohlgemeinten Tipps, wie: "Warum gehst du nicht einfach?", "Warum lässt du dir das gefallen, dass dich jemand so behandelt?", "Warum suchst du dir nicht einfach jemanden anderen?", "Warum verlässt du ihn nicht?", "Warum bleibst du dort, wenn du nicht glücklich bist", griffen einfach nur ins Leere, regten vielleicht manchmal zum kurzen Nachdenken an, änderten aber nichts daran, dass diese Menschen unglücklich waren. Und dann wurde mir klar, ich musste es spüren, in meinem Herzen, ich musste die Sonnenscheinwelt verlassen, um nachvollziehen zu können, wie diese Menschen sich fühlen. Wie bewusst ich diese Entscheidung getroffen habe, kann ich heute nicht mehr ganz nachvollziehen, aber wenn ich es in meinem Herzen spüre, dann war es wohl ungefähr so: ich bat den Himmel um Mut und darum, mein Herz zu beschützen, ich packte einen Stift und einen Notizblock ein, ich weihte meine engsten Vertrauten ein und bat sie, mir ihre Hand zu reichen, falls ich untergehen sollte und dann machte ich mich auf die Reise...

... am Anfang passierte gar nichts, meine Energie war hoch, mein Herz voller Liebe und ich war glücklich - die bösen Worte, ich konnte sie nicht hören, die Eifersucht, sie prallte an mir ab, die Lieblosigkeiten, ich spürte sie nicht, die Respektlosigkeiten, ich nahm sie nicht wahr, das Lächerlich machen meiner Träume, ich sah es nicht. Im Gegenteil, ich zeigte Verständnis, ich verurteilte die Menschen nicht, ich hatte Mitgefühl - ich war dankbar, dass es mir gut ging und bereit zu helfen. Aber nach einiger Zeit, wurde meine Energie schwächer, meine Frequenz niedriger und ich begann Wut in mir zu spüren. Ich sprach, wie ich es gewohnt war, die Dinge an, in der Hoffnung eine gemeinsame Lösung zu finden, aber das passierte nicht. Sie hörten nicht einmal zu. Langsam wurde mein Herz von negativen Gefühlen ergriffen - Angst, Traurigkeit, Einsamkeit. Es waren nur Momente, aber ich spürte sie intensiv, weil ich sie in dieser Form nicht kannte. Mein Lachen wurde seltener, die glücklichen Momente wurden seltener, meine Träume begannen zu verblassen. Ich hatte das Gefühl selbst schuld zu sein, mich mehr bemühen zu müssen, anders sein zu müssen, ihnen gefallen zu müssen und umso schlechter es mir ging, umso besser ging es ihnen. Es war genau, das Gegenteil von dem was ich aus der Sonnenscheinwelt kannte, wo es, wenn es dem einen besser geht, auch dem anderen besser geht. Ich hatte Gott sei Dank genug Energie, um zu erkennen, auf welch gefährliche Reise ich mich begeben hatte und so kehrte ich immer wieder zurück in die Sonnenscheinwelt, um meine Energie wieder aufzuladen. Wie das gelingt: ganz einfach mit der Wahrheit - dann werden sie böse und man hat eine Zeitlang eine Ruhe. Wenn sich meine Energie wieder aufgeladen hatte, ging ich wieder zurück und es ging jedes Mal schneller in den Strudel aus Abhängigkeit, Mangel und negativen Gefühlen zu geraten. Ich kann es nur so beschreiben: man zweifelt an seinem eigenen Verstand, man fühlt sich schuldig für das willentlich bösartige Verhalten der anderen, man denkt, unaufhörlich darüber nach, was man falsch gemacht hat und wie man besser gefallen könnte. Man verliert die Klarheit der eigenen Gefühle, die Gedanken werden schwer und träge, man selbst wird schwer und träge - Liebe, Lachen und Leichtigkeit fühlt man nur in kurzen Momenten, wie ein Aufblitzen aus einer anderen Welt. Man ist umgeben von Problemen, Angst, Hass, Eifersucht, Dunkelheit, man hat keine Ahnung, wie man die Probleme lösen könnte und man beginnt die Schuld bei den anderen zu suchen, die Welt ist auf einmal schlecht. Und dann rutscht man immer tiefer, die Kommunikation basiert auf vielen Lügen, es geht nicht mehr darum Lösungen zu finden, sondern Recht zu haben, die Menschen verletzten andere wissentlich, um sich selber besser zu fühlen. Grenzen und Werte werden wissentlich und willentlich überschritten, Menschen verurteilt, ausgelacht und ausgeschlossen - es ist das Tor zur Hölle.
Ich bin viele Male bewusst in die Schattenwelt zurückgekehrt - ich wollte lernen und verstehen. Und ich habe gelernt und es gespürt und verstanden: wie man Angst, Druck und Zwang aufbaut, Gefühle manipuliert, Zweifel und Unfrieden säht, Eifersucht und Neid streut, ich habe auch gelernt zurückzuschlagen, in einer Wucht, die mich selbst überrascht hat. Ich habe gelernt mich dort zu bewegen, aber glücklich war ich keine einzige Sekunde. Und dann ist etwas passiert, was mich verstehen hat lassen, wie es möglich ist, das alles nicht mehr zu sehen und auf einmal dort gefangen zu sein. Ich habe plötzlich jemanden verloren und meine positive Energie war fast wie ausgelöscht - die Traurigkeit hatte mein Herz ergriffen und auf einmal war alles dunkel und es fühlte sich an, als ob ich untergehen würde. Solche Dinge passieren auch in der Sonnenscheinwelt, aber wenn die Energie hoch ist, dann verarbeitet man sie nach einer Trauerphase und sieht sie als Lernerfahrung an und der Schmerz verwandelt sich nach kurzer Zeit wieder in liebevolle Erinnerung. Die Menschen helfen einander und unterstützen sich und selbst in den schmerzvollsten Erfahrungen spürt man die Liebe im Zusammenhalt. Wie gesagt, ich war in diesem Moment in der Schattenwelt und hatte vollkommen die Orientierung verloren, ich war in einem Tunnel ohne Licht, es nahm wir die Luft zum Atmen, das Leben kam mir nur noch sinnlos vor, alle Menschen die mir helfen wollten, habe ich von mir weggestoßen. Was mich dann befreit hat? Mein Herz und meine weise Voraussicht, den Himmel zu bitten, mein Herz zu schützen und meine Vertrauten, die ich gebeten hatte, mich zurückzuholen, bevor ich untergehe. Oder anders ausgedrückt die Liebe zu mir selbst, zu den anderen, zum Leben und zur Sonnenscheinwelt.

Ob ich es bereue? Nein, es war mein freier Wille und ich habe aus einer guten Intention gehandelt, darum war ich immer sicher. Die Lernerfahrungen sind ein Schatz, welcher mir sehr hilfreich ist zu verstehen und mit den Menschen mitzufühlen. Es ist gut den Eingang zu kennen, denn es ist auch der Ausgang. Ob ich mich an den Menschen gerächt habe? Nein, natürlich nicht. Sie sind nicht böse, ihre Handlungen mögen bösartig sein, in Wahrheit suchen sie nach Liebe. Den meisten begegne ich nicht mehr - einfaches Gesetz der Anziehung.

Und heute? Natürlich liebe ich einen Helden - mein persönlicher Held, ist ein Held der Freiheit. Die Liebe und die Freiheit schwingen auf  einer ähnlichen Frequenz - sie sind eine sich positiv ergänzende Einheit. Möge der Himmel die Liebe und die Freiheit, sowie die Göttinnen und Helden dieser Welt schützen, das ist mein ganz persönlicher Wunsch.


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